| Haikou |
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Rechts neben dem Hauptturm steht eine kleine Halle, hier wurden früher Reden gehalten. Links befindet sich eine Lehranstalt. Südlich des Hauptgebäudes stehen Stelen, auf denen Kalligraphie-Meisterwerke berühmter Künstler aufbewahrt werden. Dort treffen wir die Touristin Feng Yu: "Ich bin zum zweiten Mal auf Hainan. Das erste Mal bin ich wegen des strahlend blauen südchinesischen Meeres hierher gekommen. Diesmal will ich mich auf der Insel der Kultur und der Geschichte widmen. Ich habe gerade einen Rundgang durch diesen Ahnentempel gemacht. Die Anlage gefällt mit sehr gut. In diesem Tempel kann man viel über die Kultur und die Geschichte der Insel lernen." Wie bereits erwähnt, spielt die Stadt Haikou seit langem eine wichtige Rolle beim Austausch mit anderen südostasiatischen Ländern. Dies spiegelt sich auch in der Architektur von Haikou wider. Denn der Einfluss der südostasiatischen Architektur ist überall in den Straßen von Haikou sichtbar. Zu Fuß sind es nur 20 Minuten vom Ahnentempel ins Zentrum von Haikou. Die Einheimischen nennen die südostasiatisch inspirierte Architektur Qilou. Unter Qilou verstehen sie Gebäude mit Arkaden. Sie finden sich in einer Ladenstraße. Im Erdgeschoß ist normalerweise ein Geschäft untergebracht, davor verläuft der Bogengang. Hier können die Fußgänger gut geschützt vor der heißen tropischen Sonne entspannt bummeln. Im ersten Stock der Häuser befinden sich meist Wohnungen oder Büros. ![]() Die Qilou-Gebäude wurden von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhundert gebaut. Das erste Qilou-Gebäude stammt aus dem Jahre 1849. In der Nähe dieses ersten Qilou-Gebäudes entstanden nach und nach mehr Gebäude in diesem Stil. Hier entwickelte sich langsam ein sehr belebtes Viertel mit zahlreichen Geschäften, Fabriken, Banken, Wohnhäusern und Kirchen. In der Shengsha-, Xinhua- und Boai-Straße finden sich heute die besterhaltenen Qilous. Dazu noch einmal Hao Side vom Provinzmuseum Hainan: "Die Chinesen, die nach Südostasien oder Europa ausgewandert waren, brachten nach ihrer Rückkehr die ausländische Architektur mit. Sie bauten hier Gebäude, die architektonisch eine Mischung aus heimischen und ausländischen Elementen darstellen. Hieran zeigt sich, wie intensiv der Kontakt mit dem Ausland auf Hainan war." |



