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| 23. 12. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |

All dies passierte nachdem eine blutrote Sonne, hinter dem dunklen, mit Zapfen tragenden Bäumen bedeckten Grat, in Richtung Westen jenseits des Sees untergegangen war, in den das ganze Jahr über heiße und kalte Quellen hineinfließen und das Wasser nie gefriert.
Meine Weggefährten, bewaffnet mit einer hochmodernen Kamera, Stativ und mehreren Objektiven, ließen sich an drei der 15 Wachtürme am Westflügel Simatais nieder, um keinen Moment des hell-dunkel Effektes der Sonne auf den 60 Millionen Kubikmetern Stein und Ziegel zu verlieren.
Ich entschloss mich, so weit hinauf wie möglich zu steigen, vor allem um meiner eigenen Mumifizierung vorzubeugen. Ich lief durch die massiven, symmetrischen Torbögen der Wachtürme in Richtung Osten. An jedem Turn hielt ich an, um hinter den dicken Mauern zu verschnaufen. Ich schaute aus den gebogenen Fenstern hinaus, die von der untergehenden Sonne angestrahlt wurden, um zu sehen, wie das flüssige Gold die schneebedeckten Hänge wie Streichkäse umkleidete.
Ein oder zwei Mal lehnte ich mich zu stark an das Fenstersims und musste dann ruckartig wieder zurückgehen. Die Mauer war stellenweise abgebröckelt und hatte die Fenster vergrößert oder war ganz weggebrochen. Als ich den Turm der elfenhaften Jungfrauen erreichte, entschied ich mich, dort für eine Weile auszuruhen. Die Verlassenheit dieses bröckelnden Turmes am östlichen Hügelrand war einladend.
Quelle: China Daily
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