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23. 12. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Schnee, Sonnenuntergang und Simatai

Als ich am Türeingang saß mit einer weiträumigen Landschaft von Hügeln, Bäumen, Seen und der, wie eine Melodie auf- und absteigenden Mauer vor mir, war es als ob ich in der ersten Reihe eines Theaters säße und zusähe, wie sich die Sonne am Ende eines Tages in vollem Ornat dem Abend zuneigt.

Der gepflasterte Mauerweg schien hier aufzuhören. Doch ein weiterer Weg, so schmal, dass er teilweise fast unsichtbar war, stieg von einem gesperrten Mauerteil des Turms hoch und zum Gipfel bis zum Wachturm für Beijing. Mein Freund Gao Yansong kletterte den beschädigten Fußweg hoch, um einen Blick auf Beijing bei Sonnenuntergang zu erhaschen und ein Foto zu schießen. Ich entschied mich jedoch, bei den Elfen zu bleiben und meine Ohren an die Mauer zu pressen, um nach Musik und Lachen zu lauschen.

Bald würde die Sonne hinter den Hügeln untergehen und alles auf ihrem Weg dorthin berühren – die kahlen Bäume, die an den Hängen wuchsen, die eisigen, kurvigen Mauerabschnitte, die wie eine Reihe parabolischer Kurven synchron mit dem Auf und Ab der Grate wanderten, die Himmlische Leiter, fast ein 90-Grad Winkel, die den unebenen Hügel hochstieg und dabei aussah, wie eine verbogene Hütte mit einem Schornstein.

Nach Einbruch der Dunkelheit, wenn alle Besucher nach Hause gegangen sind, liegt Simatai alleine in der Einsamkeit und hört dem Geräusch der Quellen zu – eine heiß und eine kalt – die in einen See fließen, der niemals gefriert.

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Quelle: China Daily

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