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| 28. 01. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Das Wort "Hutong" ist synonym mit Geschichte, und Zhuanta ist dafür ein prototypisches Beispiel. Diese Straße ist Zeuge von Geschehnissen, die bis in die Yuan-Dynastie vor 700 Jahren zurückreichen. Während dieser Zeit, wie auch in der Ming- und Qing-Dynastie, war Zhuanta ein Zentrum für die Unterhaltung, wo bis zu zehn verschiedene Operntruppen aufblühten. Im Frühjahr 1900 wurde es zum Hauptquartier der Boxer während der Yi-He-Tuan-Bewegung (Boxer-Bewegung), die ausländische Einflüsse aus der Stadt vertreiben wollte. Nachdem die Acht-Nationen-Allianz eingetroffen war, um Vergeltung zu üben, übernahm sie die Kontrolle über die Stadt. In der Folge wurde der Hutong erheblich beschädigt, weshalb die Operndarsteller wegzogen. Bald darauf wurde Zhuanta von gewöhnlichen Bewohnern besiedelt.
Zhuanta hat auch neuere Berühmtheiten wie Lu Xun und Zhang Henshui beherbergt, zwei Schriftsteller der jüngeren Geschichte. Aber Zhuantas offensichtlichstes Wahrzeichen bleibt weiterhin der Backsteinturm, nachdem der Hutong benannt wurde. Während die Bewohner und die Häuser um ihn herum sich ständig weiterentwickelten, verbleibt dieser Turm als einziges Vermächtnis der langen Geschichte des Hutongs.
Ein Denkmal für einen Mönch
Der Eigentümer des Turms war ein alter Mönch namens Wan Song, der während der frühen Yuan-Dynastie lebte. Seit seinem 15. Lebensjahr bereiste Wan vor seiner Zeit in Beijing das ganze Land, um den Buddhismus zu studieren, und galt daher in seinem Zeitalter als ein Gelehrter. Nach seinem Tod im Jahre 1246 erbauten ihm die Menschen einen Backsteinturm, um diesem respektablen Mönch zu gedenken.
Der Turm im Zhuanta Hutong (Archivfoto vom Jahr 2007)
Aber Geschichte von Wan ist nicht ganz so trocken. Sie ist auch mit Yelü Chucai verknüpft, dem leitende Mitarbeiter von Dschingis Khan. Er wurde später in der Yuan-Dynastie Premierminister. Wan war sein lebenslanger Tutor, und sein Rat, das Land mit dem Konfuzianismus und das Herz mit dem Buddhismus zu führen, hatte einen großen Einfluss auf die Staatsführung von Yelü.
Nach dem Tode von Wan geriet die Bedeutung des Turms für eine gewisse Zeit in Vergessenheit, und Individuen eröffneten dort Gaststätten und Fleischerläden. Einige Anwohner benutzten sogar die Ziegel des Turms, um ihre Messer zu schleifen. Aber während der Ming-Dynastie, kam ein reisender Mönch aus dem Süden namens Le Yan vorbei. Er erkannte die wahre Geschichte des Turms, kaufte ihn und finanzierte mit Spenden den Wiederaufbau. Er lebte dort bis zu seinem Tod als sein Bewacher.
diese Rekonstruktion des 10 Meter hohen, neunstöckigen Turms war nicht die letzte. Eine weitere gab es im Jahr 1976, um Schäden infolge des Erdbebens von Tangshan zu reparieren. Zum Glück behielt man dabei den ursprünglichen Stil der Yuan-Dynastie bei.
Quelle: Global Times
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