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| 28. 01. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Unsichtbare Opernhäuser und Tempel
Doch auch wenn es heute im Hutong eher still zugeht, war er einst einer der geschäftigsten Orte der Pekingoper, an dem Lieder und Musik von morgens bis abends während der letzten drei Dynastien gespielt wurden. Es gab etwa 20 Theater, einige davon groß genug, um ein Publikum von Tausend Menschen unterzubringen. Das ist inzwischen Geschichte, die Musik ist längst verklungen.

Was vom alten Guan Yu Tempel übrigblieb. Foto: Yin Yeping
Unweit vom Turm haben einige private kleine Restaurants und Geschäfte die ursprünglichen Gasthäuser verdrängt, die vom Eingang zum Hutong aus 50 Meter Straßenfront besetzten. Einige Wanderarbeiter beenden hier ihre tägliche Arbeit mit Essen und Bier in einem billigen Nudelrestaurant. In anderen Geschäften brennen zwar Lichter, aber niemand kauft ein. Viele Menschen laufen auf der Hauptstraße vorbei, aber keiner scheint den Eingang zum Hutong zu finden, und niemand scheint geneigt, ihn zu betreten.
Falls sie es täten, könnten sie an einer bestimmten Tür vorbeigehen mit dem Vermerk "Historische Überbleibsel unter staatlichen Schutz." Eine 60-jährige Frau, die im Hutong geboren und aufgezogen wurde, erklärt, dass dies der alte Guan Yu Tempel war. "Eigentlich war der ursprüngliche Tempel noch da, als ich jung war. Aber während der Kulturrevolution wurde er weitgehend zerstört. Das ist alles, was man übrig ließ," sagte sie. Entweder erscheint der Vorwurf weit hergeholt, oder es ist einfach ein Hinweis darauf, dass der Aufruf, auf das historische Erbe zu achten, Jahrzehnte zu spät kommt.
Quelle: Global Times
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