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| 28. 01. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Obwohl am Eingang des Hutongs gelegen, ist der Turm derzeit nicht leicht zu finden. Eine 50-jährige Frau namens Zhang, die in dieser Gegend seit Jahrzehnten gelebt hat, erklärt, dass ein weiterer Wiederaufbau im Jahr 2008 begonnen hat, jedoch noch nicht abgeschlossen worden sei. Nach Angaben der Website des Bezirks Xicheng neigt sich der Turm um drei Grad nach Nordosten. Dies und das Prüfen einer potenziellen Verlagerung des Turms wegen des Baus der U-Bahn Linie 4 nötigten die Stadt, ein Stützgerüst zu errichten. Xu Wei, Vizeleiter der PKKCV von der Xicheng-Bezirk, sagte, dass der so stabilisierte Turm teilweise rekonstruiert und beobachtet werde, um festzustellen, ob die U-Bahn Auswirkungen auf ihn habe, bevor er wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde.
Heimat der Schriftsteller
Der Zhuanta Hutong war, wie bereits erwähnt, auch die Heimat des Schriftstellers und notorischen „Haushüpfers“ Lu Xun, der in die Nr. 64 (heute Nr. 84) umzog, nachdem er sich mit seinem Bruder Zhou Zuoren entzweit hatte. Die kleine, schäbige Tür und der enge Hof in der Ecke des Hutongs wirken kaum wie eine passende Wohnung für einen der bekanntesten Schriftsteller in China, aber als Lu im Jahre 1923 einzog, durchlief er eine schwierige Phase. Seine schlechte finanzielle Situation machte es notwendig, sich mit seiner Mutter und Ehefrau in das Dreizimmerhaus zu quetschen. Die beiden Frauen belegten die Nebenräume, während Lu der Raum in der Mitte blieb. Tagsüber war dieser sein Wohnzimmer und abends wurde er zu seinem Arbeitszimmer. Trotz allem schrieb er hier Meisterwerke wie Zhu Fu (Das Neujahropfer).
Der Zhuanta Hutong
Die heutigen Nachbarn sind davon unbeeindruckt. "Sie sollten ins Lu Xun Museum gehen, und nicht hierher", meint ein alter Mann in der Nr. 64. "Alle Häuser in diesem Hofhaus wurden vor zwei Jahrzehnten komplett neu errichtet."
Lu verbrachte nur ein Lebensjahr in Zhuanta, der Schriftsteller Zhang Henshui jedoch wohnte die Hälfte seines Lebens in Nr. 43. Im Jahre 1946 kam Zhang von Nanjing hierher, um die Beijinger Version der Xin Min Zeitung zu organisieren. Er kaufte rund 30 Häuser, in denen die Zeitungsmitarbeiter lebten und arbeiteten; die Hintertür des Siheyuan der Zeitung öffnete sich zur Zhuanta. In seinem Artikel "Hei Xiangxing" ("Ein Spaziergang in einer dunklen Gasse"), schrieb Zhang über das Fallen in eine Welt der Dunkelheit und Stille, wobei einen nur ein paar weit entfernte Lichter an die Existenz einer Hauptstraße erinnerten. Besuchen Sie Zhuanta am Abend, und sie wissen, was er meinte.
Während die Atmosphäre gleich blieb, wurde Zhangs altes Heim vollständig dem Erdboden gleich gemacht. Abgesehen von ein paar alten Robinien blieb nichts von den Häusern übrig.
Quelle: Global Times
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