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09. 02. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Vogelschau in Beijing

Mein Plan für die Neujahrstage, einen Tag lang Vögel in Shidu im Bezirk Fangshan zu beobachten, schien mir zunächst kein unheilvoller Start zu sein, bis ich bemerkte, wie unsicher ich war, als ich darüber gefragt wurde. "Du willst wirklich Vögel beobachten gehen bei den eisigen Temperaturen?" "Hm, ja." "Gibt es denn so viele Vögel, die unbedingt beobachtet werden wollen?" "Weiß nicht genau." "Hast Du ein Fernglas?" "Nein."

Ende Dezember war das Beobachten von Vögeln, soweit ich wusste, eigentlich nur etwas, was man in Filmen und Fernsehprogrammen machen konnte, bis ich auf einen Artikel in einer Zeitschrift in einem Taxi gestoßen war. Der Bericht über einige Beijinger Vögelbeobachter erregte mein Interesse, so dachte ich, dass eine Reis zum Vögelbeobachten vielleicht eine gute Methode sei, ins Jahr 2010 zu starten. Ich brauchte mich einfach nur für eine Exkursion zum Vögelbeobachten anzumelden, die von Friends of Nature (www.fon.org.cn) organisiert wurde, eine gemeinnützige Umweltschutzorganisation mit Sitz in Beijing.

Als Amateur im Vögelbeobachten und Stadtkind war die Zahl der Vogelarten, die ich identifizieren konnte, äußert begrenzt: Die Schwarzschnabelelster, der Sperling und die Schwalbe. Also freute ich mich darauf, mehr Vögel zu entdecken und meine Kenntnisse zu erweitern.

Am 2. Januar stand ich früh auf und aß nur ein kleines Frühstück. Aber als ich nichts ahnend aus dem Aufzug stieg und nach draußen schaute, war ich überrascht vom unerwarteten Anblick. Es schneite stark, und alles war weiß. Da überkamen mich erstmal ein paar Bedenken.

Meine Begleitung und ich kamen gerade gegen 7:45 Uhr am Treffpunkt an, genau zur verabredeten Abfahrt, um zu bemerken, dass wir beide nicht die einzigen waren, die der Kälte für die Erweiterung unserer ornithologischen Kenntnisse trotzten. Der Bus war fast voll, mit rund 30 enthusiastischen Vögelbeobachtern, alle ausgerüstet mit professionellen Kameras, Ferngläsern und sogar Teleskopen. "Zumindest werde ich nicht die einzige sein, die später enttäuscht ist", dachte ich mir mit einer gewissen Erleichterung.

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Quelle: Global Times

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