Kapital fließt von der chinesischen Börse in Immobilienmarkt

"Es wird erwartet, dass die Anhebung der Kreditzinsen keinen negativen Einfluss auf den Immobilienmarkt haben wird. Der Unterschied zwischen der Zinsrate für langfristige Einlagen und Kreditzinsen ist nach der Anpassung der Kreditzinsen auf lediglich neun Basispunkte zusammengeschrumpft. Dies zeigt, dass die Maßnahme nicht auf den Immobilienmarkt gerichtet ist", sagt Li Maoyu, ein Analyst bei Changjiang Securities.

Auf der Makroebene ist der Abfluss aus dem Aktienmarkt in den Immobilienmarkt an dem starken Anstieg der Bankkredite zu erkennen, sagen Ökonomen und Marktanalysten.

Nach Statistiken der chinesischen Volksbank, der Zentralbank des Landes, betrug die Anstieg an ausstehenden Krediten allein im Juni 451,5 Milliarden Yuan (45 Milliarden Euro), während er im Mai lediglich 247, 3 Milliarden Yuan (24 Milliarden Euro) betrug. Von dem zusätzlichen Anstieg um 56, 6 Milliarden Yuan (5,6 Milliarden Euro) seit demselben Zeitraum des Vorjahres, flossen 79,9 Prozent der Kredite an Privathaushalte.

"Da die Mehrheit der Kredite an Privathaushalte Hypothekendarlehen waren, ist klar, dass in der letzten Zeit mehr Mittel in den Immobilienmarkt geflossen sind", erklärt Shen Minggao, ein Ökonom der Citigroup.

"Investitionen in luxuriöse Wohnimmobilien haben ebenfalls zugenommen, da viele Investoren ihre Mittel aus dem Shanghaier Aktienmarkt abgezogen und sich den Luxusimmobilien als langfristige Anlagen zugewendet haben", sagt Lina Wong, leitende Direktorin bei Colliers, einer internationalen Immobilienfirma.

Entsprechend des angestiegenen Volumens, ist der Verkaufspreis für Luxusimmobilien in der ersten Jahreshälfte um 2, 7 Prozent gestiegen. Der Anstieg in den letzten 12 Monaten betrug 3,5 Prozent. Die Mietpreise sind in der ersten Jahreshälfte um 2,9 Prozent gestiegen, während sie seit Juni 2006 um insgesamt 3, 8 Prozent zugelegt haben.

Es sei, als würden sich die beiden Märkte auf einer Wippe befinden, "einer steigt auf, der andere kommt runter", erklärt Worldunion.

Die Investitionen in den chinesischen Immobilienmarkt seien in der ersten Hälfte 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 28,5 Prozent auf 988,7 Milliarden Yuan (98 Milliarden Euro) angestiegen.

"Die Erwartung einer weiteren Aufwertung des Renminbi, sollte einen anhaltenden Zufluss von ausländischem Kapital sicherstellen und helfen, den Immobilienmarkt zu finanzieren", sagt Wong von Colliers.

(China.org.cn, China Daily, 1. August 2007)


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