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| 28. 04. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die einflussreiche Rating-Agentur Standard&Poor's (S&P) hat gestern die Entwicklung der Kreditwürdigkeit von Japan von stabil auf negativ abgestuft. Die Bewertung AA- für Anleihen aus Japan bleibt unverändert.
Standard & Poor's meint, Japan brauche für den Atom-GAU und den Wiederaufbau nach dem Erdbeben- und Tsunami-Katastrophen 20 bis 50 Billionen Yen. Diese enormen Kosten werden von verschiedenen Regierungsebenen in Japan getragen, was die Staatsverschuldung des Inselstaats erhöhen und seine Finanzsituation weiter verschlechtern werde. Die Verschuldung Japans werde im Haushaltsjahr 2013 bis März 2014 auf 145 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen, schätzt S&P.
S&P drohte damit, den langfristigen Ausblick für Japan weiter herunterstufen, falls die japanische Regierung seine Haushaltssituation nicht wirkvoll verbessern könne, erklärte die Rating-Agentur, die im Januar 2011 wegen der hohen Verschuldung Japans seine Kreditwürdigkeit von "AA" um eine Note auf "AA-" herabsetzte. Moody's, eine andere Rating-Agentur, stufte im Februar 2011 die Aussichten für Japan ebenfalls von stabil auf negativ herab.
Weniger BIP-Wachstum. Vorgestern besagte ein Bericht von Moody's, dass die japanische Volkswirtschaft im Jahr 2011 ein einprozentiges Wachstum verwirklichen könne, während die Prognose vor den Ereignissen vom 11. März bei 1,5 Prozent lag.
S&P senkte außerdem noch die Aussichten für die japanischen Autobauer Toyota, Honda, Nissan und drei Zulieferern von stabil auf negativ herab, weil die Produktionsausfälle infolge der Katastrophe noch andauerten.
Der Yen ist kein sicherer Hafen mehr
Die Weltwirtschaft scheint sich zu erholen, doch die atomare Katastrophe in Japan übt sich negativ auf die japanische Wirtschaft aus.
Japan könnte für den Wiederaufbau Währungsreserven verwenden
Eine dynamische und schnelle Abwertung des Yen ist wahrscheinlich die Folge. Nach den Katastrophen stieg der japanische Yen kurzzeitig an. Der Grund liegt darin, dass japanische Unternehmen Auslandsvermögen verkauften und den Yen kauften. Langfristig aber zeigt der Yen einen Abwärtstrend, meint der Ökonom Andy Xie.
Quelle: german.china.org.cn
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