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22. 09. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinesische Auslandshilfe

Schlagwörter: China Auslandshilfe

Presseamt des Staatsrates der Volksrepublik China

April 2011

Vorwort

China ist ein Entwicklungsland, das seit vielen Jahren neben den Anstrengungen, die auf die eigene Entwicklung aufgewendet werden, stets auch anderen Entwicklungsländern mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten hilft, soweit es in Chinas Kräften steht, und entsprechende internationale Verpflichtungen übernimmt.

In den 1950er Jahren, kurz nach der Gründung der Volksrepublik, begann China trotz seiner eigenen angespannten finanziellen Lage und des materiellen Mangels, anderen Ländern wirtschaftliche und technische Unterstützung zu gewähren, die schrittweise ausgeweitet wurde. Seit Beginn der Reformen und der Öffnung Ende der 1970er Jahre entwickelte sich die Wirtschaft in China rasch und das umfassende nationale Potenzial stieg deutlich, doch der durchschnittliche Lebensstandard ist immer noch niedrig und China ist nach wie vor ein Entwicklungsland, in dem ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Dessen ungeachtet leistet China Auslandshilfe, soweit es in seinen Kräften steht, um in den Empfängerländern das Potenzial der eigenständigen Entwicklung und den Lebensstandard ihrer Bevölkerung zu steigern sowie ihre wirtschaftliche Entwicklung und ihren gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern. China hat mittels der Auslandshilfe freundschaftliche Beziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit zahlreichen Entwicklungsländern entwickelt bzw. konsolidiert, die Süd-Süd-Zusammenarbeit angeregt und Beiträge zur gemeinsamen Entwicklung der Menschheit geleistet. China hält sich bei der Auslandshilfe an das Prinzip der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Nutzens, achtet auf reale Effektivität, geht mit der Zeit, stellt keinerlei politische Bedingungen und hat ein ganz eigentümliches Modell entwickelt.

I. Politik

Geschichte der Auslandshilfe

Chinas Auslandshilfe begann mit der Unterstützung befreundeter Nachbarländer. Im Jahr 1950 begann China mit der materiellen Unterstützung für Korea und Vietnam; dies war der Auftakt zur chinesischen Auslandshilfe. Im Jahr 1955 – nach der Konferenz der unabhängigen Staaten Asiens und Afrikas in Bandung – und mit der Weiterentwicklung der diplomatischen Beziehungen weitete China seine Auslandshilfe von den sozialistischen Staaten auf andere Entwicklungsländer aus. 1956 unterstützte China afrikanische Staaten. 1964 verkündete die chinesische Regierung die Acht Prinzipien der wirtschaftlichen und technischen Auslandshilfe, deren Kern Gleichberechtigung und gegenseitiger Nutzen sowie keinerlei politische Bedingungen bilden, und legte damit die Grundlinie für die Auslandshilfe fest. Im Oktober 1971 erlangte China mit der breiten Unterstützung der Entwicklungsländer seinen rechtmäßigen Sitz bei den Vereinten Nationen wieder, nahm mit weiteren Entwicklungsländern Beziehungen zur wirtschaftlichen und technischen Zusammenarbeit auf und errichtete die Tansam-Bahn sowie andere wichtige Investbauprojekte in Entwicklungsländern. Damals kämpfte China zwar mit Schwierigkeiten im eigenen Land, ließ den Entwicklungsländern bei deren Kampf für nationale Unabhängigkeit und für die Entwicklung einer eigenständigen Volkswirtschaft jedoch größtmögliche Unterstützung zukommen und etablierte so eine feste Grundlage für freundschaftliche Beziehungen zu zahlreichen Entwicklungsländern.

Seit Beginn der Reformen und der Öffnung im Jahr 1978 entwickelte sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Entwicklungsländern von der reinen Auslandshilfe hin zu vielfältigeren Formen der wechselseitigen Kooperation. China passte den Umfang, die Verteilung, die Struktur und die Bereiche der Auslandshilfe seiner eigenen Lage etwas an, steigerte seine Unterstützung für die rückständigsten Länder weiter und erhöhte das Augenmerk auf die wirtschaftliche Effektivität sowie den langfristigen Nutzen der Projekte seiner Auslandshilfe, um diese flexibler zu gestalten. Um den Erfolg der Hilfsprojekte, die bereits produktiv sind, zu konsolidieren, führte China mit einigen Empfängerländern Formen des Managements und der technischen Zusammenarbeit wie kommissarische Betriebsführung, Pachtbetriebe und Jointventures ein. Bei einigen dieser Projekte konnten durch Verbesserung des Managements und der Produktivität deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden als bei der herkömmlichen Zusammenarbeit. Mit dieser Rationalisierung und Konsolidierung hat China einen Weg zur Entwicklung der Auslandshilfe beschritten, der seiner eigenen Lage und den realen Bedürfnissen der Empfängerländer noch angemessener ist. In den 1990er Jahren begann China beim beschleunigten Übergang von der Planwirtschaft zur sozialistischen Marktwirtschaft eine Reihe von Reformen der Auslandshilfe mit der Diversifizierung der Finanzierung als Schwerpunkt. 1993 legte die chinesische Regierung mit einem Teil der von Entwicklungsländern zurückgezahlten zinsfreien Kredite einen Fonds für Auslandshilfe wie Kooperationsprojekte oder Projekte mit chinesischer und ausländischer Kapitalbeteiligung an. Mit diesem Fonds werden kleine und mittlere chinesische Unternehmen sowie Unternehmen der Empfängerländer unters