"Gegenstrom" auf der Berlinale – "Chang Jiang Tu" in der Kritik Exklusiv

Poster des 66. Berliner Internationalen Filmfestivals in den Berliner Straßen.
Die chinesischen Zuschauer hatten eine ganz eigene Meinungen über den Film auf der Berlinale: wo sich manche mit den vielen deutschen Zuschauern einig waren und den Film gar nicht verstehen konnten, hatten andere wiederum für den Stil und die Ästhetik des Films ein tiefes Verständnis. Viele in Deutschland lebende Chinesen waren sogar von den lyrischen und vertrauten Szenen Chinas tief bewegt. Mu Tong, die in Berlin studiert, sagte: "Nur diejenigen, die für den Jangtse-Fluss eine tiefe Liebe hegen, können solch einen Film drehen. Ich bin selbst am Jangtse-Ufer aufgewachsen und beobachtete jeden Tag den Lauf des Wassers. In den letzten Jahren haben sich der Fluss und die Menschen am Fluss aber sehr verändert. Hätte dieser Film keinen Preis bekommen, wäre das wirklich sehr schade gewesen!" Liu Dandan, eine in Deutschland studierende Chinesin und Filmliebhaberin, drückte ebenfalls ihre Begeisterung für den Film aus: "Ich liebe diesen Film sehr, besonders den neuartigen und schemenhaften Darstellungsstil. Die ästhetischen Szenen, die melancholische aber nicht zu traurige Filmmusik sowie die Abstimmung von Monolog und Filmhandlung – all dies erinnert uns ein wenig an die chinesische Tuschmalerei. Besonders interessant finde ich, wie Zeit und Raum ineinander übergehen. Es scheint wie ein Rätsel, das die Zuschauer im Verlauf des Films selbst lösen müssen."
Die Zuschauer haben offenbar ganz unterschiedliche Interpretationen des Films. Nicht nur deswegen sehnt man den Kinostart von "Chang Jiang Tu" in China schon voller Vorfreude herbei.











