Wall Street

Vertrauen der Investoren in chinesische Aktien wächst

20.02.2023


An der Wall Street hat man sich in den letzten Monaten stark in in den USA notierte chinesische Unternehmen eingekauft, was vor allem auf die verbesserten Aussichten für Chinas wirtschaftliche Fundamentaldaten und die Fortschritte bei der Überwachung und Regulierung von Internetunternehmen zurückzuführen ist.


Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock, der Ende 2022 ein Gesamtvermögen von 8,6 Billionen Dollar verwaltete, hat seine Beteiligung an der Video-Sharing-Plattform Bilibili im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 596 Prozent erhöht, wie aus einem am 13. Februar von der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission veröffentlichten Dokument hervorgeht.


Während BlackRock sein Engagement beim chinesischen Internetgiganten Alibaba im vierten Quartal um 116 Prozent aufstockte, erhöhte JP Morgan die Gewichtung von Alibaba in seinem Portfolio um 26 Prozent, wie aus dem Dokument hervorgeht.


Die positiven Aussichten für die wirtschaftliche Erholung Chinas sind ein wichtiger Grund für das Vertrauen der Wall Street in chinesische Aktien. Am Donnerstag hob die HSBC ihre Prognose für das chinesische BIP-Wachstum im Jahr 2023 auf 5,6 Prozent an, während sie zuvor noch von fünf Prozent ausgegangen war.


Der an der Nasdaq notierte chinesische Online-Discounter Pinduoduo steht bei den berühmtesten Wall Street-Organisationen hoch im Kurs. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte schon Ende letzten Jahres die Gewichtung von Pinduoduo in ihrem Portfolio um 39 Prozent erhöht, während BlackRock seine Position in Pinduoduo um zehn Prozent aufstockte. Der weltweit größte Hedgefonds Renaissance Technologies LLC kaufte im vierten Quartal mehr als zwei Millionen Aktien von Pinduoduo.


Analysten von BOCOM International Holdings erklärten, dass sich die Bewertung der in den USA notierten chinesischen Unternehmen – bei denen es sich zumeist um Internetunternehmen handelt – im Jahr 2022 aufgrund des Anstiegs der US-Zinssätze und der Prüfungsstreitigkeiten zwischen chinesischen und US-amerikanischen Aufsichtsbehörden historischen Tiefstständen genähert hatte.


Da die chinesische Wirtschaft weiterhin eine gute Wachstumsdynamik vorweisen kann, wird erwartet, dass sich die Rentabilität dieser Unternehmen im laufenden Jahr verbessern wird.


Der Nasdaq Golden Dragon China Index, der 63 große in den USA börsennotierte chinesische Unternehmen abbildet, hat sich nach seinem Tiefpunkt Ende Oktober wieder erholt und ist bis Freitag um fast 67 Prozent gestiegen.


Charlie Munger, US-Milliardär und langjähriger Geschäftspartner von Warren Buffett, sagte auf der Aktionärsversammlung von Daily Journal am Donnerstag, dass es für Investoren kein Problem sei, in China zu investieren.


Die Anpassung der chinesischen Aufsichtsbehörden an die Überwachung von Plattformunternehmen – hauptsächlich Technologie- und Internetunternehmen, die Plattformen nutzen, um Dienstleistungen anzubieten – werde die Erholung dieser Unternehmen unterstützen, so die Experten von BlackRock.


Auch E-Commerce- und Spieleunternehmen könnten ihre Rentabilität verbessern, da sich der chinesische Konsum in diesem Jahr weiter erholen werde, fügten die BlackRock-Analysten hinzu.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Vertrauen,Investoren,chinesische Aktien