Rassismus
Internetnutzer empört über Schlitzaugen-Werbung von Dior
Die französische Modemarke Dior sah sich kürzlich erneut mit dem Vorwurf der Rassendiskriminierung konfrontiert. Sie soll ein Foto veröffentlicht haben, das das halbe Gesicht einer asiatischen Frau zeigt. Mit einem Finger zieht sie ihr Augenlid schräg nach oben, was allgemein als Schlitzaugen-Pose gilt. Dies ist eine abfällige Geste gegenüber Asiaten.

Obwohl die Marke das Foto gelöscht hat, sind Internetnutzer in China und auf der ganzen Welt verärgert. In den Kommentaren unter dem Instagram-Post, der vor vier Tagen hochgeladen wurde, wird Dior rassistische Diskriminierung vorgeworfen.
Das gelöschte, unnatürliche Foto zeigt laut Screenshots, die im Internet kursieren, nur die Hälfte des Gesichts des asiatischen Models. Zwei Finger befinden sich unter dem Auge, mit einem weiteren zieht die Frau das Augenlid schräg nach oben. Es ist nicht das erste Mal, dass die französische Marke in eine Kontroverse verwickelt wird.
Im vergangenen Juli beschuldigten Liebhaber des Hanfu, des traditionellen chinesischen Seidenkleides, die Marke, in ihrer Herbstkollektion 2022 das Design eines traditionellen chinesischen Pferdegesichtsrocks nachgeahmt zu haben, ohne die Quelle der Inspiration zu nennen. Chinesen im Ausland schlossen sich schnell den Protesten gegen Diors „kulturelle Aneignung“ an.
Im November 2021 sah sich die Marke mit einer anhaltenden Kontroverse in den chinesischen sozialen Medien konfrontiert. Grund war ein Foto, auf dem ein Model mit Schlitzaugen und dunkler Hautfarbe in traditioneller chinesischer Kleidung zu sehen war, das eine Dior-Tasche in der Hand hielt. Das Bild beschmutze das Image chinesischer Frauen, hieß es.
Die jüngste Schlitzaugen-Pose verärgerte erneut chinesische Internetnutzer. Viele riefen dazu auf, die Marke zu boykottieren, weil sie es chronisch versäumt habe, kulturell sensibel mit Asiaten umzugehen.
„Die Marke hat sich nie ausdrücklich für ihr Fehlverhalten entschuldigt. Öffentliche Duldung würde alles nur noch schlimmer machen“, hieß es in einem Kommentar auf der chinesischen Twitter-ähnlichen Social-Media-Plattform Sina Weibo.
Viele Internetnutzer bezeichneten Dior als „Wiederholungstäter“ und forderten prominente chinesische Markenbotschafter auf, sich von dem Label zu trennen.
Bis Redaktionsschluss hatte das Thema „Dior Make-up-Werbung im Verdacht der Diskriminierung von Asiaten“ fast vier Millionen Aufrufe erhalten.










