China erzielt wichtige Erfolge bei Entwicklung einer „künstlichen Sonne“
Der experimentelle fortschrittliche supraleitende Tokamak (exeperimental advanced superconducting tokamak, EAST), die chinesische „künstliche Sonne“, hat am Mittwoch einen stabilen Plasmabetrieb mit hohem Einschluss für 403 Sekunden erreicht. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung eines Fusionsreaktors.

Foto von Liu Junxi/Xinhua
Der Durchbruch, der nach mehr als 120.000 Schüssen erzielt wurde, übertraf den ursprünglichen Weltrekord von 101 Sekunden, den EAST im Jahr 2017 aufstellte, um ein Vielfaches.
Das ultimative Ziel von EAST, das am Institut für Plasmaphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Hefei angesiedelt ist, besteht darin, eine Kernfusion nach dem Vorbild der Sonne zu erzeugen. Um einen stetigen Strom sauberer Energie zu bewirken, werden Substanzen genutzt, die im Meer reichlich vorhanden sind.
Song Yuntao, Direktor des Instituts, erklärte in einem Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur Xinhua, dass die Hauptbedeutung dieses Durchbruchs in dem hohen Einschlussmodus liegt.
Die Temperatur und die Dichte der Teilchen wurden im Hocheinschluss-Plasmabetrieb stark erhöht. Dies lege eine solide Grundlage für die Verbesserung der Stromerzeugungseffizienz künftiger Fusionskraftwerke und für die Senkung der Kosten, sagte er.
Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl und Erdgas, die nur begrenzt vorhanden sind und die Umwelt stark belasten, benötigt die „künstliche Sonne“ Rohstoffe, die auf der Erde nahezu unbegrenzt vorhanden sind. Die Kernfusionsenergie gilt als sicherer und sauberer und damit als die ideale „ultimative Energie“ für die Zukunft der Menschheit.
Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2006 dient das von China konzipierte und entwickelte EAST chinesischen und internationalen Wissenschaftlern als offene Testplattform für Experimente und Forschungsarbeiten im Bereich der Kernfusion.
Derzeit ist die technische Planung des künftigen China Fusion Engineering Test Reactor (CFETR), der als „künstliche Sonne“ der nächsten Generation gilt, abgeschlossen. Ziel ist es, den ersten Fusions-Demonstrationsreaktor der Welt zu bauen.












