Südchinesisches Meer: USA lassen mit Flugzeugträger-Einsatz die Muskeln spielen während Chinas Marine für Frieden und Freundschaft wirbt
Ein US-Flugzeugträger soll in das Südchinesische Meer eingedrungen sein, um militärische Stärke zu demonstrieren, während ein chinesisches Marineschiff südostasiatische Länder besucht, um für Frieden und Freundschaft zu werben. Das Muskelspiel der USA sei ein hegemonialer Akt, der in der Region nicht begrüßt werde, urteilt ein Militärexperte.

Philippinische Marineangehörige schwenken bei der Ankunft des chinesischen Marineschulschiffs Qi Jiguang in Manila am 14. Juni 2023 Flaggen zur Begrüßung. (Foto von VCG)
Berichten zufolge operiert eine Flugzeugträgergruppe der US-Marine im Südchinesischen Meer in einer offensichtlichen Demonstration der US-Stärke, die darauf abzielt, die Spannungen in der Region gegen China zu erhöhen, während ein chinesisches Marineschulschiff auf einer Goodwill-Tour ist, um Frieden und Freundschaft in Südostasien zu stärken.
Den Flugspuren von zwei C-2A Greyhound-Transportflugzeugen zufolge durchquerte der Flugzeugträger USS Ronald Reagan am Mittwoch den Bashi-Kanal und fuhr in das Südchinesische Meer, wie die South China Sea Strategic Situation Probing Initiative, eine in Beijing ansässige Denkfabrik, aus offenen Quellen berichtet.
Die Flugspuren zeigen, dass die US-Flugzeuge zwischen dem Flugzeugträger und den Philippinen flogen, einem Land, das die USA in letzter Zeit in sein Bestreben einbezogen haben, China auch militärisch zu konfrontieren. Die USA erhielten in diesem Jahr Zugang zu vier weiteren Militärstützpunkten auf den Philippinen und haben gemeinsame Übungen mit der Marine und der Küstenwache des Landes abgehalten.
„Der US-Flugzeugträger wird voraussichtlich Übungen abhalten, um Stärke im Südchinesischen Meer zu demonstrieren“, analysiert Wei Dongxu, ein in Beijing ansässiger Militärexperte, am Donnerstag im Gespräch mit der Global Times.
Als Streitmacht von außerhalb der Region hätten die USA im Südchinesischen Meer eine Clique um sich geschart - jetzt vor allem die Philippinen -, um mit ihren Marine- und Luftstreitkräften Fuß zu fassen und provokative gemeinsame Übungen abzuhalten, die sich negativ auf Frieden und Stabilität in der Region auswirken, erklärt Wei.
Am selben Tag, an dem der US-Flugzeugträger in das Südchinesische Meer einlief, traf das Schulschiff Qi Jiguang der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) am Mittwoch zu einem dreitägigen Goodwill-Besuch auf den Philippinen in Manila ein.
Das chinesische Ausbildungsschiff, das 476 Matrosen und Kadetten an Bord hat, startete am 15. Mai von Dalian in der nordostchinesischen Provinz Liaoning aus seine Mission zur Ausbildung und zum Besuch von Seekadetten. Im Laufe des vergangenen Monats hat die Qi Jiguang bereits Vietnam, Thailand und Brunei besucht. Die Philippinen sollen die letzte Station sein.
Der Besuch der Qi Jiguang, eines Nicht-Kampfschiffes, auf den Philippinen zeige die freundschaftliche Geste der PLA Navy, die die Kommunikation und das gegenseitige Vertrauen stärken könne, so Wei. „Die Fahrt des PLA-Marine-Ausbildungsschiffs im Südchinesischen Meer ist eine Tour des Friedens und der Freundschaft. Das steht in krassem Gegensatz zur Muskelspiel-Tour des US-Flugzeugträgers, die ein hegemonialer Akt ist, der in der Region nicht willkommen ist“, erklärte Wei.












