Südchina: Bau einer Hochgeschwindigkeitslinie zur Grenzstadt hat begonnen

Am Dienstag begannen Arbeiter mit der Verlegung von Gleisen für eine Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung zur Stadt Dongxing, die zu Vietnam grenzt. Dafür legte eine Gleisbaumaschine ein 500 Meter langes Gleis aus, wie die chinesische Mediengesellschaft CGTN berichtete.
Die Bahnstrecke zwischen Fangchenggang und Dongxing in der südchinesischen Autonomen Region Guangxi der Zhuang hat eine Länge von 46,9 Kilometern und ist für eine Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern (km/h) ausgelegt. Die Infrastruktur wird derzeit so ausgebaut, dass die Geschwindigkeit in Zukunft auf 250 km/h erhöht werden kann.
Der Eisenbahnkorridor wird den Verkehr zwischen der Wirtschaftszone des Beibu-Golfs und der Greater Bay Area (GBA) sowie den ASEAN-Märkten einfacher und schneller machen. Es wird erwartet, dass bis Ende September alle Gleise der Fangchenggang-Dongxing-Eisenbahn verlegt sein werden und die Bahn Ende Dezember in Betrieb genommen werden kann. Sie wird die Fahrzeit zwischen den beiden Orten von 60 auf 20 Minuten verkürzen und die Grenzstadt Dongxing an das 42.000 Kilometer lange nationale Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen.
Derzeit ist die China-Laos-Bahn noch Chinas wichtigste Eisenbahnverbindung zu den ASEAN-Staaten. In den ersten 20 Betriebsmonaten wurden nach Angaben von China Railway 19 Millionen Passagiere und 23 Millionen Tonnen Fracht befördert. Vom 1. Januar bis zum 3. August wurden 2,5 Millionen Tonnen grenzüberschreitende Güter über die Bahn abgewickelt, was den Warenfluss unter anderem von tropischen Früchten, Eisenerz, Maniokmehl und Gummi signifikant ankurbelte.
Der Erfolg der China-Laos-Eisenbahn hat in der Folge auch andere Länder in der Region inspiriert. So mehreren sich in Vietnam die Rufe nach dem Bau einer Nord-Süd-Schnellbahn, die die Hauptstadt Hanoi mit Ho-Chi-Minh-Stadt verbindet.
Im November letzten Jahres kündigten China und Vietnam gemeinsame Anstrengungen zur Beschleunigung des Eisenbahnprojekts Lao Cai-Hanoi-Haiphong an und forderten den rechtzeitigen Abschluss der Planungsüberprüfung der normalspurigen Eisenbahnstrecke Lao Cai-Hanoi-Haiphong, Gespräche über die Überarbeitung des bilateralen Eisenbahnabkommens von 1992 und einen Konsens über den Anschlussplan.
Chinesische Experten sehen in diesem Schritt ein Ende des jahrzehntelangen Zögerns Vietnams in der Frage, ob eine Verbindung mit China über ein normalspuriges Eisenbahnsystem, das sich von ihrem eigenen meterspurigen Eisenbahnsystem (eine Variante der Schmalspur mit einer Spurweite von tausend Millimetern, also einem Meter) unterscheidet, vorzuziehen sei.












