Tesla stellt klar: Daten werden auf dem chinesischen Festland gespeichert
Zuletzt hat es in den sozialen Medien in China einige Diskussionen um den so genannten „Wächter-Modus“ in geparkten Tesla-Autos gegeben. Ein Mitauslöser war ein Flughafen in Hunan, der Tesla-Autos gar den Zugang zum Parkbereich verweigerte. Das US-Unternehmen stellte nun klar, dass jegliche Daten, die in China generiert werden, auch in Datenzentren innerhalb Chinas gespeichert würden.

Tesla hat in China ein Datenzentrum für die lokale Datenspeicherung eingerichtet und alle Daten, die von den auf dem chinesischen Festland verkauften Fahrzeugen generiert werden, würden demnach auch in China gespeichert, teilte der Elektroautohersteller am Montag in einem Beitrag auf seinem offiziellen Sina Weibo-Konto mit.
Das Unternehmen reagierte damit auf die jüngsten Online-Diskussionen über den so genannten „Wächter-Modus“ (Sentry Mode) seiner Fahrzeuge. Laut der Tesla-Website verwendet dieser Modus zusätzlich zu den Fahrzeugsensoren auch noch die externen Kameras des Fahrzeugs, um während des Parkens anhand mehrerer Faktoren zu bestimmen, ob es notwendig ist, den Sicherheitsalarm auszulösen.
Ein Flughafen in Yueyang in der zentralchinesischen Provinz Hunan verhängte jüngst ein Verbot für Tesla-Fahrzeuge, in öffentliche Parkbereichen einzufahren, da man mögliche Sicherheitslücken im Zusammenhang mit diesem Modus befürchten müsse. Der Flughafenbetreiber begründete das Verbot damit, dass Tesla-Fahrzeuge die Umgebung des Fahrzeugs aufzeichnen würden, sobald der Fahrer das Fahrzeug verlassen hat. Ein Mitarbeiter des Flughafens betonte, dass das Verbot für alle gelte, auch für Flughafenmitarbeiter, und dass „viele Orte eine ähnliche Regel haben.“
Tesla selbst erklärte anschließend in dem Weibo-Beitrag, dass es sich bei dem Wächter-Modus, der von einigen anderen Autoherstellern auch als „Guard Mode“ bezeichnet wird, um eine intelligente Sicherheitsfunktion handele, die zur Standardkonfiguration von gängigen intelligenten Fahrzeugen gehöre und nicht nur bei Tesla zu finden sei. Wenn Tesla-Fahrzeuge das Werk verlassen, sei diese Funktion standardmäßig ausgeschaltet und müsse daher erst vom Besitzer manuell aktiviert werden.
Sobald der Wächter-Modus aktiviert und das Fahrzeug verriegelt ist und sich im „Parkmodus" befindet, sendet das System eine Warnung an den Besitzer und zeichnet verdächtige Aktivitäten in der Umgebung des Fahrzeugs auf, falls eine potenzielle Bedrohung wie eine Beschädigung oder ein Fahrzeugdiebstahl festgestellt werden sollte.
In dem Beitrag erwähnte der US-Autohersteller auch, dass im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen, die ihre Umgebung über einen solchen Modus aus der Ferne betrachten können, die Daten von Tesla-Fahrzeugen nur offline auf dem fahrzeugeigenen USB-Gerät gespeichert würden. Weder der Fahrzeugbesitzer noch das Unternehmen Tesla könnten aus der Ferne auf diese Daten zugreifen.
Das Unternehmen bekräftigte außerdem sein Engagement für die Einhaltung von Compliance-Vorschriften und den Schutz privater Daten. Tesla nehme bereits seit der gemeinsamen Veröffentlichung der Testversion der Vorschriften für das Management der Datensicherheit in der Automobilindustrie („Regulations on the Management of Automotive Data Security”) im Oktober 2021 aktiv an Pilotprogrammen zur Einhaltung von Vorschriften in Zusammenarbeit mit den zuständigen Regierungsbehörden teil.












