IAA Mobilität in München
Chinesische Autohersteller drängen auf den europäischen Markt
Aktuell findet in München die IAA Mobilität, eine der wichtigsten Automessen der Welt statt. Die Tatsache, dass so viele chinesische Hersteller von Elektroautos teilnehmen, zeigt zum einen, wie sehr die E-Mobilität vorangekommen ist und zum anderen wie präsent China mittlerweile auch auf ausländischen Märkten ist.
Die Internationale Automobil-Ausstellung Deutschland (IAA Mobility), eine der wichtigsten Automessen der Welt, hat am Montag in München begonnen, und auch eine ganze Reihe chinesischer Automobilhersteller nehmen daran teil, darunter BYD und XPENG.
Europäische Autokonzerne wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz zeigen auf der diesjährigen Messe neue Elektroautos, um ihre neuesten Errungenschaften auf dem Gebiet der Elektrifizierung zu demonstrieren.
Der amerikanische Automobilriese Tesla hat ebenfalls einen seltenen Auftritt auf der diesjährigen Messe, wo er sein neuestes Model 3 vorstellen wird. Dies zeigt auch, dass die Ära der Elektrifizierung des Automobils immer schneller voranschreitet.
Die Zahl der chinesischen Automobilhersteller, die an der diesjährigen IAA Mobilität teilnehmen, ist fast doppelt so hoch wie noch im Jahr 2021. Brancheninsider sagten, dass eine Reihe chinesischer Autofirmen wie BYD aktiv in den europäischen Markt eintreten und planen, nicht nur Fabriken in Europa zu bauen, sondern auch in das lokale Einzelhandelsnetz einzudringen und somit schrittweise starke Konkurrenten für europäische Autofirmen zu werden.
Am Montag brachte BYD seine Produkte wie den Seal, den Song PLUS EV Champion Edition und den BYD ATTO 3 auf die Automesse. Das Unternehmen gab bekannt, dass der Seal offiziell in Europa eingeführt werde und dann in zwei Versionen zu Preisen von 50.990 Euro (54.685,3 US-Dollar) und 44.900 Euro erhältlich sei. Die „Song PLUS EV Champion Edition“ werde demnächst auch in Europa erhältlich sein.
In einer Erklärung des Unternehmens vom Dienstag sagte ShuYouxing, General Manager der Europa-Sparte von BYD, dass die Elektroautos (New Energy Vehicles, NEV) des Unternehmens im vergangenen Jahr in 15 europäischen Ländern eingeführt worden seien, mit mehr als 140 Geschäften in Ländern wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
„Mit der Beschleunigung der globalen Elektrifizierung ist Europa zu einem wichtigen Markt für Elektroautos geworden. BYD wird weiterhin in den europäischen Markt eindringen und sein Angebot an NEV-Modellen erweitern, um die vielfältigen Bedürfnisse der Verbraucher zu erfüllen“, so Shu.
Leap Motor, eine neue Automarke aus China, stellte am Dienstag offiziell ihr erstes globales Modell vor: den Leap C10.
Zhu Jiangming, Gründer des chinesischen Elektroauto-Start-ups, sagte, dass Chinas NEV-Unternehmen, gefördert durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen, einen natürlichen Vorteil bei der Elektrifizierung hätten, und dass es viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit globalen Automobilunternehmen gebe.
Chinas Zolldaten zeigen, dass die Automobilexporte des Landes im Zeitraum Januar bis Juli dieses Jahres 2,78 Millionen Einheiten erreicht hatten, was einer Wachstumsrate von 69 Prozent entspricht. „Es wird erwartet, dass die Autoexporte des Landes im gesamten Jahr 5 Millionen übersteigen werden“, sagte Cui Dongshu, Generalsekretär der Chinesischen Vereinigung für Personenkraftwagen (CPCA), am Dienstag auf seinem WeChat-Konto.
Das Auto gilt seit langem als Symbol für industrielle Macht, und die USA, Japan und Deutschland seien die Kraftzentren der Automobilindustrie. Gegenwärtig sei China jedoch der größte Autoexporteur der Welt, mit einem riesigen Zukunftspotenzial, so Cui.









