„Zweite Option“ für die Welt
Huawei will Grundlagen für Chinas Computing-Leistung stärken
Die aktuelle Vorsitzende von Huawei, Meng Wanzhou, kündigte diese Woche an, dass ihr Unternehmen noch mehr dafür tun werde, um die Grundlagen von Chinas Computing-Kapazitäten zu stärken. Damit solle der Welt eine „zweite Option“ (neben den US-Systemen) gegeben werden.
Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei wolle die Grundlage für Chinas Computing-Kapazitäten (der engl. Begriff „Computing“ meint alle zielorientierten Tätigkeiten, die auf Computern beziehungsweise algorithmischen Prozessen aufbauen) stärken und der Welt damit eine „zweite Option“ bieten, erklärte die aktuelle Huawei-Vorsitzende Meng Wanzhou am Mittwoch, während die USA und einige ihrer westlichen Verbündeten dagegen auf eine vollständige technologische Abkopplung („De-Coupling“) drängen.
Auf der „Huawei Connect 2023“, auf der die neuesten Produkte und Technologien des Unternehmens vorgestellt wurden, versprach Meng eine Reihe neuer Initiativen zur Stärkung der Computerbasis als Teil der „All Intelligence“-Strategie des Unternehmens.
Meng betonte, dass die Rechenleistung (Computing) das Herzstück der Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) sei und Huawei eine robuste Grundlage für die Rechenleistung schaffen werde, um die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Branchen zu unterstützen.
„Wir unterstützen jede Organisation und Branche dabei, ihre großen Modelle mit Hilfe von Informationen zu trainieren“, kündigte Meng an.
Laut Meng zielt die All-Intelligence-Strategie von Huawei darauf ab, die „Intelligenz“ aller Branchen zu beschleunigen, einschließlich der Verbindung von „allem“, sowohl virtuell als auch physisch, damit Modellanwendungen allen zugute kommen und Rechenleistung für jede Entscheidungsfindung zur Verfügung steht.
Die intelligente Transformation stelle den globalen Trend in der Entwicklung der Fertigungsindustrie dar und sei für die hochwertige Entwicklung der chinesischen Fertigungsindustrie von entscheidender Bedeutung. Intelligenz und die ihr zugrunde liegende Rechenleistung seien somit zu einem Schwerpunkt im globalen technologischen Wettbewerb geworden.
Huawei, das zu den Top-Zielen des diskriminierenden Vorgehens der USA im High-Tech-Bereich gehört, hat stark in den Ausbau seiner Rechenleistung und seines Large Language Model (LLM) investiert. Dieses LLM, das umfangreiches Wissen absorbiert und auf mehrere Szenarien angewendet werden kann, hat laut Meng die Schwelle für die Entwicklung und Anwendung von KI gesenkt und bietet die Möglichkeit, industrielle Probleme im großen Maßstab zu lösen.
Laut Zhou Bin, Leiter für den Technologiebereich (CTO) von Huawei's Ascend Computing Business, verdoppelt sich der Bedarf an Rechenleistung für ein LLM alle vier Monate.
Huawei investiert seit Jahrzehnten in Forschung und Entwicklung (F&E), unter anderem in den Bereichen Chemie und Material, Physik und Ingenieurwesen, wobei die Kombination von Verbindungs- und Rechentechniken seine Vorteile bei intelligenten Produkten und Systemen ausmacht.
Meng informierte, dass Huawei sich darüber hinaus auch auf die Personalausbildung durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen konzentriere. Huawei arbeitet aktuell mit 2.600 Universitäten auf der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam Akademien für Informations- und Kommunikationstechnologie aufzubauen, in denen jährlich 200.000 Studenten ausgebildet werden. Die „Smart Base“-Projekte mit 72 chinesischen Universitäten haben laut Medienberichten mehr als 1.600 Kurse für 500.000 Studenten angeboten.
„Wir investieren jährlich etwa drei bis fünf Milliarden US-Dollar in die theoretische Grundlagenforschung“, ließ Ren Zhengfei, der Gründer von Huawei, während einer Veranstaltung des International Collegiate Programming Contest im August 2023 wissen.










