Ausfuhrgenehmigungen
China genehmigt Export von Gallium und Germanium im Einklang mit dem Gesetz
Im August hatte China Ausfuhrkontrollen für Gallium und Germanium herausgegeben. Nun gab das Handelsministerium bekannt, dass eine Reihe von Anträgen auf Exporte dieser Kernbestandteile von Halbleiter genehmigt worden sei.

Chinas Handelsministerium (MOFCOM) hat eine Reihe von Anträgen auf Ausfuhr von Gallium- und Germaniumprodukten - Kernbestandteile von Halbleitern - im Einklang mit den chinesischen Vorschriften genehmigt, und die Exporteure haben die entsprechenden Ausfuhrgenehmigungen erhalten.
Das Ministerium werde weitere Exportanträge gemäß den vorgeschriebenen Verfahren prüfen und Entscheidungen über die Erteilung von Lizenzen treffen, verkündete He Yadong, ein Sprecher des MOFCOM, am Donnerstag während einer regulären Pressekonferenz.
Mitte August hatte das MOFCOM mitgeteilt, dass es einige Exportanträge erhalten habe und Entscheidungen unter Berücksichtigung der nationalen Sicherheit und Interessen Chinas, internationaler Verpflichtungen, der Endnutzer und der beabsichtigten Endverwendung treffen werde.
Zuvor hatten das MOCFCOM und die Allgemeine Zollverwaltung (GAC) am 3. Juli gemeinsam eine Mitteilung über die Einführung von Ausfuhrkontrollen für Gallium und Germanium herausgegeben, die anschließend am 1. August in Kraft trat.
Ausfuhren, die mit den Vorschriften in Einklang stehen, werden weiterhin erlaubt sein, aber es werde einige Zeit dauern, bis die zuständigen Abteilungen die Anträge geprüft haben, so Analysten. Die globalen Lieferketten würden dadurch nicht beeinträchtigt.
Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde exportierte China im August keine Gallium- und Germaniumprodukte, während die Ausfuhren im Juli, bevor die Exportkontrollen in Kraft traten, stark angestiegen waren.
Im Juli exportierte China demnach 7,58 Tonnen Galliumprodukte, ein neuer monatlicher Höchststand für 2023 und ein Anstieg um 372,6 Prozent auf Monatsbasis. Die Ausfuhren von Germaniumprodukten beliefen sich im Juli auf insgesamt 1.506 Tonnen, ein Anstieg um 25,3 Prozent gegenüber Juni.
In den ersten acht Monaten des Jahres 2023 war Japan der größte Abnehmer chinesischer Galliumprodukte, mit Käufen von 13.085 Tonnen im Wert von 3,61 Millionen US-Dollar, so die Zollbehörde.
Der zweitgrößte Abnehmer waren die Niederlande, die 8,08 Tonnen im Wert von 3,85 Millionen US-Dollar einführten.
Im gleichen Zeitraum importierte Japan 2.231 Tonnen Germaniumprodukte aus China im Wert von 20,36 Millionen US-Dollar, gefolgt von Frankreich mit 1.717 Tonnen und Südkorea mit 1.422 Tonnen, wie die Daten der GAC zeigen.
Gallium, Germanium und verwandte Verbindungen sind das Herzstück der Halbleiterindustrie. Ihr wirtschaftlicher und strategischer Wert wird immer wichtiger, insbesondere für die Entwicklung des Hightech-Sektors.
China ist der größte Produzent von Gallium und Germanium: Offiziellen Daten zufolge entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Galliumproduktion und mehr als 60 Prozent der Germaniumproduktion auf China.










