Weltraumerforschung
China lädt zur weltweiten Zusammenarbeit bei der Chang'e-8-Mission ein
Die Chang’e-8-Mission soll um 2028 starten und bereits jetzt beginnt Chinas zuständige Raumfahrtbehörde damit, internationale Partner zur Zusammenarbeit einzuladen. Im nächsten Jahr und im Jahr 2026 sollen zunächst die Chang’e-Missionen 6 und 7 durchgeführt werden.

Chinas Nationale Raumfahrtbehörde(CNSA) bietet Möglichkeiten zur internationalen Zusammenarbeit bei Nutzlasten an, die im Rahmen der chinesischen Monderkundungsmission Chang'e-8 eingesetzt werden sollen.Der Start dieser Mission ist für das Jahr 2028 geplant.
Sie stehe allen Ländern und internationalen Organisationen für eine Zusammenarbeit auf Missions-, System- oder Einzelmaschinenebene offen, um weitere bedeutende Entdeckungen zu fördern, heißt es in einer Mitteilung der CNSAvom Montag.
Die CNSA gab die Ausschreibung außerdem auch auf dem laufenden Internationalen Astronautenkongress in Baku, Aserbaidschan, bekannt.
Die Chang'e-8-Mission, eine Schlüsselaufgabe in der vierten Phase der chinesischen Mondsonde, wird nach Angaben der CNSA die geologische Erkundung und Erforschung des Mondes, die Beobachtung der Erde vom Mond aus, die Analyse von Mondproben und die Nutzung von Ressourcen sowie ein kleines, geschlossenes terrestrisches Ökosystem-Experiment auf der Mondoberfläche durchführen.
Bevorzugt werden laut der Mitteilung Angebote zur internationalen Zusammenarbeit auf Missionsebene, vor allem wenn diese eine gemeinsame Sonde und die Interaktion zwischen zwei Raumfahrzeugen beinhalten.Auch die gemeinsame Entwicklung von Mondrobotern, die zu grundlegenden Operationen auf der Mondoberfläche fähig sind, sowie andere ergänzende wissenschaftliche Nutzlasten und hoch innovative wissenschaftliche Projekte würden bevorzugt berücksichtigt.
Das Landegerät der Chang'e-8-Sonde wird eine Nutzlast von 200 Kilogramm haben, aber jedes eigenständige Modul für die Zusammenarbeit auf System- und Einzelmaschinenebene muss weniger als 100 Kilogramm wiegen.
Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen für die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der Chang'e-8-Mission endet am 31. Dezember 2023. Die Vorauswahl und die Endauswahl werden wie geplant im April bzw. September nächsten Jahres abgeschlossen sein.Chang'e-8 wird zusammen mit Chang'e-7 das Grundmodell einer Mondforschungsstation bilden. Die Sonde Chang'e-7 soll um das Jahr 2026 ins All geschickt werden, um die Ressourcen des Mondsüdpols zu erforschen. Bereits im nächsten Jahr will China zudem die Sonde Chang'e-6 zum Mond schicken, um wie geplant Proben von der Rückseite des Mondes zu sammeln. An Bord befinden sich Nutzlasten aus Frankreich, Italien, Pakistan und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), darunter ein Detektor für negative Ionen und ein Radongasdetektor.
Die 2020 gestartete Sonde Chang'e-5 war bislang Chinas letzte Mission zum Mond. Die Sonde hat insgesamt 1.731 Gramm Mondboden von der mondnahen Seite geborgen.
Während ihres aktuellen Kongresses in Baku verlieh die Internationale Akademie für Astronautik dem Chang'e-5-Team den diesjährigen Preis „Laurels for Team Achievement“. Der Chefkonstrukteur des Teams, Hu Hao, kündigte dort an, dass die Mondbodenproben bald auch für internationale Forschungszwecke zur Verfügung stehen werden.









