Japans Exporte von Meeresfrüchten nach China sinken auf Null

30.10.2023

In Japan veröffentlichte Daten vom Freitag zeigen, dass die Ausfuhren von Fischereierzeugnissen auf das chinesische Festland im September fast auf Null gesunken sind, nachdem die chinesische Zollbehörde (General Administration of Customs, GAC) die Einfuhr japanischer Meeresfrüchte im August aufgrund der Angst vor radioaktiver Verseuchung durch das Ablassen von nuklear verseuchtem Wasser in den Ozean verboten hatte.

(Foto von VCG)

Angesichts dieser anhaltenden Besorgnis über Japans Umgang mit dem nuklear verseuchten Wasser bemühen sich viele japanische Restaurants in China aktiv um Lösungen, aber die Verbraucher meiden diese Produkte bislang weiterhin.

Japans Exporte von Fischereierzeugnissen auf das chinesische Festland seien im September gegenüber dem Vorjahr um 99,3 Prozent eingebrochen, berichtete die japanische Zeitung Jiji Press am Freitag unter Berufung auf Daten des japanischen Finanzministeriums. Der Wert der Ausfuhren von Jakobsmuscheln, die den größten Teil der japanischen Fischereiexporte in die chinesischen Festlandstädte ausmachten, habe im September exemplarisch sogar bei Null gelegen, heißt es in dem Bericht.

„Heutzutage achte ich beim Kauf von Meeresfrüchten besonders auf deren Herkunft und wähle eher einheimische Produkte“, sagte ein Einwohner Beijings mit dem Nachnamen Xu am Samstag gegenüber der Global Times. „Insgesamt habe ich die Häufigkeit des Kaufs von Meeresfrüchten reduziert - schließlich handelt es sich um Lebensmittel und ich habe ein fünfjähriges Kind. Es ist immer besser, etwas vorsichtiger zu sein“, so Xu weiter.

Auf chinesischen Social-Media-Plattformen haben auch viele japanische Restaurantbesitzer ihre Erfahrungen mit der Umstellung ihres Geschäfts geteilt. Obwohl sie keine japanischen Zutaten mehr verwenden, sind die Kunden gegenüber Meeresfrüchten vorsichtiger geworden, nachdem Japan damit begonnen hat, sein nuklear verseuchtes Wasser zu entsorgen, so die Online-Posts.

Chinas Allgemeine Zollverwaltung (GAC) hatte am 24. August angekündigt, dass China alle Importe von aquatischen Produkten aus Japan stoppen werde, nachdem Japan damit begonnen hatte, das radioaktive Wasser aus Fukushima ins Meer zu leiten. Mit dieser Maßnahme solle das Risiko einer radioaktiven Verseuchung der Lebensmittelsicherheit verhindert und somit die Gesundheit der chinesischen Verbraucher geschützt werden, betonte die GAC.

Nach Angaben der chinesischen Handelskammer für den Import und Export von Lebensmitteln, einheimischen Erzeugnissen und tierischen Nebenprodukten importierte China im August Wasserprodukte und damit zusammenhängende Produkte im Wert von 29 Millionen US-Dollar aus Japan, was einem Rückgang von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aus den Daten der GAC geht überdies hervor, dass Chinas Importe von Meeresfrüchten aus Japan im September sogar auf Null gesunken sind.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Kontamination,Fischerei,Import