Ausländische Direktinvestitionen
Experten loben Politiken und Industrialisierungsbemühungen

Das Handelsministerium veröffentlichte am Montag Daten, die zeigten, dass die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in Chinas verarbeitender Industrie in den ersten 10 Monaten gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent auf 283,44 Milliarden Yuan (39,47 Milliarden US-Dollar) gestiegen sind. Insbesondere die FDI im Hochtechnologiesektor verzeichneten einen deutlichen Anstieg von 9,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum stiegen die ausländischen Direktinvestitionen in die chinesische Medizintechnik um 34,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und die in die Elektronik- und Kommunikationsbranche um 14,8 Prozent.
Die real genutzten ausländischen Investitionen in China von Januar bis Oktober 2023 haben 987,01 Milliarden Yuan betragen. Den jüngsten Statistiken des chinesischen Handelsministeriums zufolge entspricht das einem Rückgang von 9,4 Prozent.
Diese Daten konnten jedoch die insgesamt positive Stimmung unter den Vertretern des Handels und der Unternehmen nicht trüben.
Trotz der weltweit gedämpften Investitionsstimmung werde Chinas jüngste Ankündigung, alle Beschränkungen für den Zugang von ausländischen Investitionen zur verarbeitenden Industrie aufzuheben, sowie vorteilhafte Regierungsmaßnahmen zur Förderung von Innovationen großes Interesse bei multinationalen Unternehmen finden, erklärte Sun Xiao, Generalsekretär der in Beijing ansässigen China Chamber of International Commerce. Diese Einschätzung steht im Einklang mit den neuesten Daten: Die Anzahl der neu gegründeten ausländischen Unternehmen in China stieg zwischen Januar und Oktober um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 41.947.
„Die neue Industrialisierung ist eine entscheidende treibende Kraft für Chinas zukünftige Entwicklung und eröffnet neue Perspektiven für globale Unternehmen, insbesondere für diejenigen im High-End-Fertigungssektor", so Sun. „Aufgrund der gesteigerten Produktivität und der gut ausgebauten Infrastruktur wird China weiterhin das weltweite Zentrum der Fertigung sein."
Die Investitionen aus Kanada, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden in China stiegen um 110,3 Prozent, 94,6 Prozent, 90 Prozent, 66,1 Prozent beziehungsweise 33 Prozent.
Maximilian Foerst, Präsident und CEO der China-Abteilung der Zeiss Group, betonte, dass Chinas riesiger Konsummarkt, das vollständige Fertigungscluster und die vernünftige Zuweisung von Ressourcenfaktoren seinem deutschen Unternehmen im Bereich optischer Systeme und Optoelektronik ein Wachstum der Leistung und gesteigertes Investitionsvertrauen in den chinesischen Markt ermöglicht hätten: „Antiglobalisierung und 'Entkopplungsmaßnahmen' sind keine kluge Wahl. Wir sind zweifellos ein globales Unternehmen, mit mehr als 80 Prozent unseres Umsatzes außerhalb Deutschlands. Wir setzen uns für faire Handelsbeziehungen ein und bewahren eine offene Haltung. Dies ist unsere vorrangige Priorität und Einstellung", so Foerst.
Wang Xiaohong, stellvertretender Leiter der Informationsabteilung des China Center for International Economic Exchanges, betonte, dass die Förderung der tiefen Integration der digitalen Wirtschaft und der traditionellen Industriewirtschaft entscheidend sei, um die neue Industrialisierung in China zu verwirklichen. Dies werde zur „neuen Infrastruktur" führen.










