Im Jahr 2018 sind die chinesisch-deutschen Beziehungen weiter vorangeschritten. Auf dem Feld der Politik fanden zahlreiche hochrangige Staatsbesuche und Gespräche statt. Beide Seiten streben innovative Zusammenarbeit an und wollen gemeinsam die multilaterale Weltordnung bewahren. Der kulturelle Austausch wird immer reger und das gegenseitige Vertrauen der beiden Völker hat sich weiter gefestigt. Hier bieten wir Ihnen einen Überblick über die chinesisch-deutschen Beziehungen im Jahr 2018.

Steinmeier besucht China

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Montag zu einem Staatsbesuch in Beijing eingetroffen. Auf der Tagesordnung standen der gegenseitige Austausch, wirtschaftliche Beziehungen und die Seidenstraßeninitiative. Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat am Montag in Beijing den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier empfangen. >>>



Xi trifft Merkel im Rahmen von G20-Gipfel

Chinas Präsident Xi Jinping sagte am Rande des G20-Gipfels, wie gut und wichtig die deutsch-chinesischen Beziehungen seien. In Zukunft sollten diese sogar noch enger werden, um gemeinsam den Multilateralismus und Freihandel auf der Welt zu fördern. Er wies darauf hin, dass die Entwicklung der Beziehungen zwischen China und Deutschland stets eine solide Dynamik gehabt habe und beide Seiten häufig einen Austausch auf hoher Ebene durchgeführt hätten. Als vielseitige strategische Partner hätten China und Deutschland eine engere Zusammenarbeit in multilateralen Institutionen und in globalen Angelegenheiten gepflegt, sagte Xi. >>>



Maas besucht China

Staatsrat und Außenminister Wang Yi und der deutsche Außenminister Heiko Maas trafen sich am Dienstag in Beijing zur vierten Runde des strategischen Dialogs beider Länder zu Fragen der Diplomatie und Sicherheitspolitik. Sie kamen auch darin überein, die umfassende strategische Partnerschaft zwischen China und Deutschland zu vertiefen. Sie stimmten darin überein, gemeinsam den Multilateralismus und den freien Welthandel auch unter wachsendem Druck von Unilateralismus und Handelsprotektionismus aufrechtzuerhalten. >>>



Li besucht Deutschland

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang ist am Sonntag zur 5. Runde der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen und einem offiziellen Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. Bei seiner Ankunft stellte Li fest, dass er und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im Mai China einen Besuch abgestattet hatte, ihre gegenseitigen Besuche in weniger als einem halben Jahr seit dem Amtsantritt der neuen Regierungen im März absolviert haben. Nach Auffassung Lis spiegele dies die guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern und deren Hoffnung auf eine noch engere Zusammenarbeit wider. Für Li Keqiang ist dies bereits der vierte Deutschlandbesuch als chinesischer Ministerpräsident. >>>



Merkel besucht China

Am Donnerstag traf die deutsche Bundeskanzlerin Chinas Präsidenten Xi Jinping. Beide lobten die bisherige Zusammenarbeit, einigten sich darauf, diese mit Chinas anhaltender Öffnung zu intensivieren und betonten ihre wichtigen Rollen im Kampf gegen den aufkommenden Protektionismus und Unilateralismus. >>>



Wirtschaftliche Kooperation

China sei gewillt, mit Deutschland zusammen zu arbeiten und sende „positive Signale für die Betonung des Freihandels“ aus. Man setze auf ein beständiges Wachstum der Weltwirtschaft, sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums am Donnerstag. „Obwohl sich Deutschland und China in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden, haben sie immer den Freihandel unterstützt. Die beiden Länder standen gegen den Protektionismus und hielten multilaterale Handelssysteme bei“, sagte Sprecher Gao Feng bei einer Pressekonferenz. >>>



Kultureller Austausch

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx wurde am Samstag in Trier eine 5,50 Meter hohe Statue des Philosophen enthüllt. Diese war ein Geschenk aus der Volksrepublik China an die Heimatstadt des Denkers. Geschaffen wurde sie vom Bildhauer Wu Weishan, der zugleich als Kurator des Chinesischen Kunstmuseums fungiert. >>>