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| 24. 12. 2008 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Deutsche Marine hat den Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika aufgenommen. Verteidigungsminister Jung verabschiedete die Fregatte "Karlsruhe" und deren Besatzung aus dem Hafen von Dschibuti.
Der deutsche Verteidigungsminister Jung hat in Dschibuti die Fregatte "Karlsruhe" offiziell zum Einsatz gegen Piraten verabschiedet. Das Ziel der Mission sei die "Abschreckung, Abwehr und die Beendigung von Seeräuberei". Zuvor hatte der Verteidigungsminister betont, dass die Marine im Notfall auch Schiffe und Besatzungen aus der Gewalt der Piraten befreien könne.
Das Kriegsschiff mit rund 220 Soldaten an Bord wird im Seegebiet vor der somalischen Küste und dem Golf von Aden die EU-Mission "Atalanta" unterstützen. Dabei soll es vor allem Hilfstransporte des WFP (Welternährungsprogramms) vor Überfällen schützen.
"Wir brauchen diesen Seeweg am Horn von Afrika ganz dringend, um über zwei Millionen Somalier vor dem Hungern zu bewahren", sagte der Leiter der deutschen WFP-Sektion, Ralf Südhoff. Der Beginn des deutschen Marine-Einsatzes sei daher "eine wirklich gute Nachricht zum Ende des Jahres", so Südhoff weiter.
Auch China will im Kampf gegen die Piraten vor Somalia nicht tatenlos zusehen. Zwei Zerstörer und ein Versorgungsschiff sollen in den nächsten Tagen.vom Marinestützpunkt auf der Insel Hainan aufbrechen. Der Einsatz soll drei Monate dauern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte bereits vor Tagen die tatkräftige Unterstützung Chinas gelobt und betont, dies verdeutliche, dass China in internationalen Angelegenheiten eine immer wichtigere Rolle einnehme.
Seit dem Sturz von Siad Barre 1991 ist Somalia regierungslos. Die Piraterie vor der Küste des verarmten Landes ist inzwischen zu einer Industrie geworden. Experten betonen jedoch, dass die Piraterie nicht ausschließlich durch die politische Instabilität bedingt sei. So sei auch die Umweltverschmutzung ein großes Problem. Viele der Piraten hätten früher als Fischer gearbeitet.
In dem Seegebiet rund um Somalia sind in diesem Jahr mehr als 200 Schiffe gekapert worden. Ein Dutzend Schiffe und etwa 300 Besatzungsmitglieder sollen sich zurzeit noch in den Händen von Piraten befinden.
Quelle: german.china.org.cn
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