Jüngstes Aufflammen des COVID-19-Virus
Lam: Hongkong hält an dynamischer Null-Covid-Strategie fest
Carrie Lam, Regierungschefin der Sonderverwaltungszone Hongkong, hat am Dienstag erklärt, dass die Regierung alles in ihrer Macht Stehende getan habe, um die Epidemie zu bekämpfen, einschließlich der Bereitstellung von Isolationseinrichtungen und Testkits. Es sei keine Option, vor dem Coronavirus zu kapitulieren. Kurz vor ihren Äußerungen verzeichnete die Stadt inmitten des jüngsten Aufflammens des COVID-19-Virus am Montag 2.071 neue bestätigte Fälle und etwa 4.500 vorläufig positive Fälle.

Menschen in Hongkong stehen am 8. Februar Schlange für Nukleinsäuretests. (Foto von Xinhua, Wang Shen)
Lam sagte auf einer Pressekonferenz am Dienstag, dass die Regierung plane, fertiggestellte Sozialwohnungsanlagen als Quarantänezentren zu nutzen. Darin sollen vorläufig positiv getestete Personen untergebracht werden, Familienangehörige könnten in der gleichen Isoliereinheit untergebracht werden, erklärte Lam. Die Regierung tue ihr Bestes, um geeignete Quarantäneorte zu finden.
Acht oder neun Isolationshotels sollen in kommunale Isolationseinrichtungen umgewandelt werden, dies sei jedoch immer noch nicht genug, sagte die Regierungschefin.
Die Regierung will mit dem Hotelgewerbe über die Bereitstellung von bis zu 10.000 Hoteleinheiten sprechen und hat sich bereits mit Universitäten in Verbindung gesetzt, um die Nutzung von Studentenwohnheimen als Isolationseinrichtungen zu erörtern.
Lam sagte, die Regierung der Sonderverwaltungszone habe die Zentralregierung um Hilfe gebeten, um die Zahl der Testkits in Hongkong deutlich zu erhöhen. Sie wies darauf hin, dass Antigen-Schnelltests in großen Mengen gekauft worden seien, um sie an Hochrisikogruppen zu verteilen, z. B. in Gebieten, in denen Abwassertests positiv ausfallen. Täglich sollen schätzungsweise eine Million Kits zum Einsatz kommen, so Lam.
Die Regierung hat bereits mehr als 100 Millionen Kits beschafft und wird sie am Dienstag zunächst an das Personal von Altenheimen verteilen. Die Testfrequenz soll von einmal alle drei Tage auf einmal pro Tag erhöht werden.
Lam erklärte, Hongkong habe keine Pläne für einen groß angelegten Lockdown und werde auf einer „dynamischen Null-Covid-Strategie" bestehen. Eine Kapitulation vor dem Virus sei keine Option, bekräftigte sie.
Die Krankenhausbehörde von Hongkong kümmert sich vorrangig um Patienten mit schweren Krankheiten, Kinder und ältere Menschen. Eine große Anzahl von Patienten, die positiv oder vorläufig positiv getestet wurden, wartet jedoch immer noch zu Hause auf ihre Verlegung in Isolationseinrichtungen.
Das Amt für Verkehr und Wohnungswesen hat sich mit dem Taxigewerbe in Verbindung gesetzt, um spezielle Dienste für Personen zu organisieren, die zu Hause auf die Quarantäne warten und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Den Fahrern werden zudem Quarantäne-Leitlinien zur Verfügung gestellt.
Um den täglichen Versorgungsbedarf der Einwohner zu decken, stehen etwa 8.000 Fahrer bereit, die frisches Gemüse und andere Lebensmittel vom Festland nach Hongkong liefern. Da sich jedoch viele Fahrer mit dem Virus infiziert haben, plane die Regierung, weitere Fahrer für den Transport von Waren einzustellen, erklärte die Regierungschefin.
Ab Dienstag können nach Regierungsangaben auch Kinder im Alter von drei bis vier Jahren in Hongkong den Impfstoff Sinovac erhalten.

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