Mondmission Chang'e-4
Chinas Rover entdeckt Glaskugeln auf der Rückseite des Mondes
Yutu-2, der Rover der chinesischen Mondmission Chang'e-4, hat bei seiner Erkundung der Mondrückseite zwei makroskopische, durchscheinende Glaskügelchen entdeckt, die möglicherweise Aufschluss über die frühe Einschlagsgeschichte des Mondes geben könnten.

Laut einer im Science Bulletin veröffentlichten Studie nahm Yutu-2 mit seiner Panoramakamera Bilder von zwei durchsichtigen Kügelchen auf.
Über die Zusammensetzung der Kugeln liegen keine Daten vor. Aber ihre einzigartige Morphologie und ihr lokaler Kontext legen nach Angaben der Forscher nahe, dass es sich höchstwahrscheinlich um Impaktglas handelt - abgekühlte anorthositische Impaktschmelzen, die bei Kraterbildung entstehen - und nicht um Gläser vulkanischen Ursprungs oder von anderen Planeten.
Mondanorthosit ist ein Hauptgestein des lunaren Hochlands, das sich im Magma-Ozean des Mondes gebildet hat.
Nach Angaben der Forscher unterscheiden sich die Kügelchen von den Glasperlen, die bei den Apollo-Missionen untersucht wurden, da sie größer und farbig sind.
Ihren Prognosen zufolge sind die Glaskügelchen im gesamten Mondhochland wohl reichlich vorhanden, eine Probeentnahme sei vielversprechend, da sie Aufschluss über die frühe Einschlagsgeschichte des Mondes geben könnte.
Die am 8. Dezember 2018 gestartete Sonde Chang'e-4 führte am 3. Januar 2019 die erste weiche Landung im Von-Karman-Krater im Südpol-Aitken-Becken auf der Rückseite des Mondes durch. Bislang hat Yutu-2 mehr als 1.000 Meter auf der Rückseite des Mondes zurückgelegt.

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