Reaktion auf Sanktionen
Russland stoppt Friedensgespräche mit Japan
Das russische Außenministerium hat am Montag mitgeteilt, dass es die Friedensverhandlungen mit Japan nicht mehr fortsetzen wird. Russland und Japan hatten bislang über den Status der südlichsten Inseln des Kurilen-Archipels verhandelt, die von beiden Ländern beansprucht werden.
Das russische Außenministerium teilte am Montag mit, dass es die Friedensvertragsverhandlungen mit Japan nicht mehr fortsetzen wird. Damit reagiert es auf die Sanktionen, die Tokio wegen der Lage in der Ukraine gegen Russland verhängt hat. Moskau wird außerdem die Visafreiheit für japanische Staatsbürger zu den vier umstrittenen Pazifikinseln, die in Russland als Südkurilen und in Japan als Nördliche Territorien bezeichnet werden, aufheben.
Die russische Seite zieht sich zudem aus dem Dialog mit Japan über den Aufbau gemeinsamer wirtschaftlicher Aktivitäten auf diesen Inseln zurück, so das Ministerium in einer Erklärung. Russland werde auch die Verlängerung des Status Japans als sektoraler Dialogpartner der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Schwarzen Meer blockieren, hieß es weiter.
Gemeinsam mit westlichen Ländern hat Japan Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen dessen militärischer Sonderoperation in der Ukraine verhängt. Russland und Japan haben aufgrund ihrer rivalisierenden Ansprüche auf die vier Inseln bislang keinen Friedensvertrag für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen.









