Shanghai bietet den höchsten monatlichen Mindestlohn

Der monatliche Mindestlohn hat in 13 Städten und Provinzen Chinas die Marke von 2.000 Yuan (288 Euro) überschritten. Dies geht aus den jüngsten Daten des Ministeriums für Humanressourcen und soziale Sicherheit hervor. Shanghai lag mit 2.590 Yuan pro Monat (373,50 Euro) an der Spitze der untersuchten Regionen.
An zweiter Stelle steht Shenzhen mit 2.360 Yuan (340 Euro), gefolgt von Beijing mit 2.320 Yuan (Stand: 1. April). Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Betrag in Shanghai noch nicht die Sozialversicherung und den Wohnungsbaufonds umfasst, die von den Arbeitnehmern gezahlt werden, da diese von den Arbeitgebern gesondert abgeführt werden müssen.
Auf Stundenbasis wird in Beijing mit mindestens 25,3 Yuan (3,65 Euro) der höchste Betrag im Land gezahlt. Shanghai und Tianjin liegen mit 23 Yuan bzw. 22,6 Yuan pro Stunde auf dem zweiten und dritten Platz.
Die Anhebung des Mindestlohns erhöhe das Einkommen von Arbeitnehmern, insbesondere von Niedriglohnempfängern – dementsprechend würden auch andere damit zusammenhängende Zahlungen steigen, darunter die für die Arbeitslosenversicherung, das Krankengeld, die Löhne in der Probezeit und die grundlegenden Lebenshaltungskosten von Arbeitnehmern im Falle einer Aussetzung oder Schließung des Unternehmens, berichtete die Online-Nachrichtenagentur ThePaper.
Su Hainan, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Chinesischen Gesellschaft für Laborwissenschaften, erklärte gegenüber ThePaper, dass die Mindestlohnanpassung ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Rechte und Interessen der Arbeitnehmer und der Finanzierbarkeit durch die Unternehmen herstellen müsse.
Der Mindestlohn sollte die grundlegenden Lebensbedürfnisse von Arbeitnehmern mit niedrigem Einkommen und ihren Angehörigen erfüllen. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass sich die Unternehmen den Anstieg der Arbeitskosten im Rahmen ihrer nachhaltigen Entwicklung leisten können, so Su weiter.

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