Ethnische Minderheiten in China genießen bessere Bildung

04.07.2022

Auf einem Symposium in Beijing am Rande der 50. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates informierten chinesische Experten über die Fortschritte im Bereich der Bildung in Gebieten mit ethnischen Minderheiten. Die Autonome Region Tibet ist ein besonders gutes Beispiel dafür, wie eine höhere Bildungsqualität zur Erhöhung des Lebensstandards beitragen kann.

 

Schüler haben Unterricht in einer Grundschule im Tadschikischen Autonomen Kreis Taxkorgan in der nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Region Xinjiang. (Foto vom 26. Februar, Xinhua)


Um die Rechte der Menschen auf Bildung umfassend zu schützen und die lokale Entwicklung zu unterstützen, sei eine spezielle Kultur- und Bildungspolitik für die 56 ethnischen Gruppen in China eingeführt worden, wie Experten kürzlich auf einem Symposium in Beijing mitteilten. Das „Internationale Symposium über die Entwicklung des Bildungswesens und den Schutz der Rechte in den Gebieten der ethnischen Minderheiten in China“ fand am Samstag statt und wurde gemeinsam vom Institut für Ethnologie und Anthropologie der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) und der Chinesischen Gesellschaft für Menschenrechtsstudien organisiert. Das Symposium fand am Rande der 50. Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen (UN) statt.

 

Die teilnehmenden Experten erklärten, dass die Gebiete der ethnischen Minderheiten wie zum Beispiel die Autonome Region Tibet dank der starken Unterstützung durch die Zentralregierung und deren Förderung der lokalen sozioökonomischen Entwicklung, Bildung und Kultur rasche Fortschritte gemacht hätten. Parallel zu diesem Fortschritt seien auch die lokale Kultur und die lokalen Sprachen geschützt worden.

 

In Tibet wurden bis Dezember 16 Zeitschriften, 12 Zeitungen und mehr als 7.600 Bücher mit rund 44 Millionen Exemplaren in tibetischer Sprache veröffentlicht, teilte Wang Yanzhong, Direktor des Instituts für Ethnologie und Anthropologie der CASS, mit.

 

Von 2012 bis 2021 hat die Zentralregierung rund 215 Milliarden Yuan (etwa 30,75 Milliarden Euro) in den Bildungssektor in Tibet investiert. Seit 2012 steht den Menschen dort ein 15-jähriges öffentliches Bildungssystem zur Verfügung, das heißt, dass Kinder vom Kindergarten bis zur Oberschule kostenlos unterrichtet werden können. Diese Art der Entwicklung sei anderen Regionen in China sogar voraus, und das tibetische System der finanziellen Unterstützung für Schüler decke mittlerweile alle Bildungsstufen ab, so Wang.

 

Auch das Bildungsniveau und die Dauer der Schulausbildung der Menschen in Tibet hätten sich dadurch stark verbessert. So habe sich etwa die Zahl der Menschen mit Hochschulabschluss pro 100.000 Menschen in der Region von 5.507 pro 100.000 im Jahr 2010 auf 11.019 pro 100.000 im Jahr 2020 verdoppelt.

 

Die durchschnittliche Schulzeit derjenigen, die erst vor kurzem ins Berufsleben eingetreten sind, liege bei 13,1 Jahren und nähere sich damit dem nationalen Durchschnitt. Damit stünden Tibet nun besser qualifizierte Humanressourcen für seine eigene Entwicklung zur Verfügung, betonte er.

 

Er kam auch auf die Bedeutung von Internaten zu sprechen, die eine Schlüsselrolle bei der Sicherung des Rechts auf Bildung spielen würden - insbesondere für Kinder aus armen ländlichen Gebieten. Schüler und Familien in diesen Gebieten könnten freiwillig die Vorteile von Internaten in größeren Städten nutzen. Solche Einrichtungen ermöglichen Kindern, die in abgelegenen Gebieten wohnen, den Zugang zu einem besseren Bildungsstandard.

 


An diesen Schulen werde die gesamte Pflichtschulbildung kostenlos angeboten, informierte Chang An, Professor an der Northwest University of Political Science and Law. Er fügte hinzu, dass viele junge Menschen nach ihrem Abschluss in ihre Heimatstädte zurückkehren würden, um einerseits das kulturelle Erbe weiterzugeben und andererseits die lokale Entwicklung zu fördern. Aus diesem Grund würden diese Internate der Gründung und Entwicklung von „Grassroots“-Gemeinschaften in Gebieten, in denen ethnische Minderheiten leben, auch keineswegs schaden, machte er klar.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Ethnische Minderheiten,China,Bildung,Menschenrecht