Herbstgetreideernte

​China koordiniert Dürrebekämpfung im Süden

21.08.2022

Chinas Agrarbehörden werden wichtige technische Maßnahmen ergreifen, um die Getreideernte im Herbst zu sichern, da im Süden des Landes derzeit eine Dürre herrscht. Dies teilte das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten am Freitag auf einer landesweiten Sitzung mit, auf der die Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre in der landwirtschaftlichen Produktion im Süden koordiniert wurden. Die Getreideernte im Herbst macht Branchenexperten zufolge 75 Prozent der jährlichen Getreideproduktion in China aus.


(Foto von VCG)


Dem Treffen zufolge hat der Süden in China seit Juli ununterbrochen unter hohen Temperaturen gelitten und die meisten Tage mit hohen Temperaturen, die größten Gebiete mit 40 Grad Celsius und mehr sowie die geringsten Niederschlagsmengen seit 1961 verzeichnet. Dies alles stellt die Getreideproduktion im Herbst vor große Herausforderungen.


Experten betonten, dass saisonale Katastrophen wie Hitzewellen und Dürren zwar das normale Wachstum einiger Herbstkulturen beeinträchtigen könnten, die Getreideernte des Landes im Herbst jedoch nicht beeinträchtigt würden.


„Die nächsten 10 Tage sind eine Zeit der konzentrierten Reisernte in der südlichen Region und eine Schlüsselperiode für die Schadensabwehr und -reduzierung", erklärte Tang Renjian, Minister für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten, während des Treffens am Freitag. Chinas nationale Beobachtungsstelle hat am Samstag für viele südliche Regionen - darunter Chongqing, Hunan und die meisten Teile Sichuans - eine orangefarbene Dürrewarnung ausgegeben. In den nächsten drei Tagen könnten in den meisten der genannten Gebiete hohe Temperaturen und wenig Regen herrschen, und die Dürre könnte sich weiter ausbreiten.


„Der Schlüssel zur Erzielung einer ganzjährigen Nahrungsmittelernte hängt vom Herbstgetreide ab, das 75 Prozent der jährlichen Getreideproduktion ausmacht", sagte Jiao Shanwei, Chefredakteur der Branchennachrichten-Website cngrain.com, am Samstag der Global Times. Die hohen Temperaturen könnten zwar die Erträge einiger Kulturen, wie zum Beispiel dem Zwischensaisonerzeugnissen (allgemein definiert als 60 Tage von der vollständigen Keimung bis zur Ernte des Grüns), beeinträchtigen. Aber sie würden sich nicht auf die gesamte Herbstgetreideernte auswirken, machte Jiao klar. Der größte Teil der südlichen Region Chinas verfüge über reichlich Wasserquellen, so dass weniger Regen keine großen Auswirkungen auf die Bewässerung der Kulturen haben werde.


Das Ministerium wies darauf hin, dass die lokalen Regierungen weiterhin dürreresistente und wasserspeichernde Mittel in den Gebieten versprühen sollten, in denen es an Bewässerungsmöglichkeiten mangelt. In den am stärksten betroffenen Gebieten sollten die Gemeinden früh ernten und außerdem nachwachsenden Reis oder Spätherbstkulturen anbauen.


Bisher hat die Dürre 12,32 Millionen mu (entspricht 821.333 Hektar) Ackerland in sechs Provinzen und Gemeinden betroffen, darunter die südwestchinesischen Provinz Sichuan und die regierungsunmittelbare Stadt Chongqing.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Getreide,Ernte,Dürre