Lin Dan - Die 74-jährige „Ministerpräsidentin“ der Gemeinschaft

10.10.2022


Die 74-jährige Lin Dan ist eine Gemeindearbeiterin in der Stadt Fuzhou in der ostchinesischen Provinz Fujian. Fünf Jahrzehnte nach Beginn ihrer Karriere engagiert sich Lin immer noch mit unvermindertem Enthusiasmus für die Einwohner ihrer Gemeinde namens Junmen.

Auf Lins Initiative findet am 10. des jeden Monats eine Gesprächsrunde in der Gemeinde statt, an der Regierungsbeamte und Vertreter der Einwohner teilnehmen. Besprochen werden alle möglichen Schwierigkeiten in der Gemeinde - von kleinster Sorge eines einzelnen Haushalts über die Sicherheitsvorkehrungen in den Wohnvierteln bis hin zum Aufbau der Infrastruktur. 

So hatten beispielsweise die Besitzer von Elektrofahrrädern einst mit einem Mangel an Ladesäulen zu kämpfen. Nachdem man sich bei einer Gesprächsrunde auf die Anzahl und den Standort der Ladesäulen geeinigt hatte, dauerte es nur drei Tage, bis zusätzliche Säulen aufgestellt wurden.



Jiang Wanfang, eine Anwohnerin in der Junmen-Gemeinde, erzählte, wie das Problem der Wasserknappheit durch die Bemühungen von Lin Dan behoben wurde. 

„In meinem Wohngebäude kam es früher häufig zu Ausfällen der Wasserversorgung. Das Problem wurde auf der Gesprächsrunde besprochen und Vertreter der Gemeinde verhandelten sofort mit dem Wasserversorgungsunternehmen, um das Problem zu lösen“, so Jiang.

Um das Wohlergehen der Senioren und Kinder zu gewährleisten, haben Lin und ihre Mitarbeiter eine Gemeinschaftskantine für ältere Menschen, ein Kinderbetreuungszentrum und ein Seniorenheim in der Gemeinde eingerichtet.

In Junmen leben mehr als 1.200 Menschen im Alter von über 60 Jahren. Viele von ihnen leben alleine und haben Schwierigkeiten, selbst zu kochen. Die Gemeinschaftskantine hat diese Senioren nicht nur von der Last des Kochens befreit, sondern ihnen auch die Möglichkeit gegeben, für nur zehn Yuan, umgerechnet etwa 1,4 Euro, eine Mahlzeit mit zwei Fleisch- und zwei Gemüsegerichten zu bekommen.



Das Kinderbetreuungszentrum bietet Kindern in der Gemeinde werktägliche Mahlzeiten und Hausaufgabenhilfe für monatlich nur 880 Yuan, umgerechnet etwa 126 Euro, an, was den erwerbstätigen Eltern sehr hilft. 

„Ich werde mich immer bemühen, die kommunalen Dienste zu verbessern und weiterhin im Interesse des Volkes zu arbeiten“, sagte die 74jährige Lin Dan, die im vergangenen Jahr mit der 1. Juli-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Kommunistischen Partei Chinas, ausgezeichnet wurde.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Lin Dan,Fuzhou,1. Juli-Medaille