Chinesische wissenschaftliche Errungenschaften gehören zu den größten Wissenschaftsgeschichten 2022

23.12.2022

Einem Bericht des Guardian zufolge gehören zwei chinesische wissenschaftliche Errungenschaften zu den zehn größten Forschungsergebnissen des Jahres 2022. Die Jury bestand aus einer Gruppe von Wissenschaftlern.

In der Kategorie „Covids Impuls für die Immunforschung" stellte Sheena Cruickshank, Professorin für biomedizinische Wissenschaften und öffentliches Engagement an der Universität Manchester die Verwendung von schnüffel- oder inhalierbaren Impfstoffen vor. Diese Schleimhautimpfstoffe werden in China bereits zur Bekämpfung von Covid-19 eingesetzt, berichtete der Guardian am Sonntag.

Die inhalierbaren Impfstoffe seien für Personen mit Angst vor Nadeln attraktiver. Sie können einen langfristigen Schutz gegen Atemwegsviren bieten. Wenn diese neuen Entwicklungen halten, was sie versprechen, könnte der Ruf nach jährlichen Impfungen schon bald der Vergangenheit angehören, sagte Cruickshank.

In der Kategorie der neuen Antibiotika der künstlichen Intelligenz (KI) lobte Eriko Takano, Professor für synthetische Biologie am Manchester Institute of Biotechnology, die Bemühungen des chinesischen Wissenschaftlers Ma Yue und seiner Kollegen. Ihnen sei es gelungen, mit Hilfe der KI Resistenzen zu überwinden, das Arsenal an wirksamen antimikrobiellen Mitteln aufzufüllen und gleichzeitig neue Medikamente zu entwickeln.

Ma Yue und seine Kollegen von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften verwendeten Techniken des maschinellen Lernens. Diese wurden ursprünglich für die Verarbeitung natürlicher Sprache entwickelt, um antimikrobielle Peptide zu identifizieren, die in den Genomsequenzen von Mikroben im menschlichen Darm kodiert sind.

Der Algorithmus identifizierte 2349 potenzielle antimikrobielle Peptidsequenzen. Davon wurden 216 Peptide mit chemischen Methoden synthetisiert. Bei 181 wurde eine antimikrobielle Aktivität nachgewiesen.

Dies sei eine beeindruckende Erfolgsquote, die ohne die Hilfe der KI nicht möglich gewesen wäre, sagte Takano.

Laut Guardian wählten die Wissenschaftler die wichtigsten wissenschaftlichen Entwicklungen des Jahres in keiner bestimmten Reihenfolge aus. Sie reichten von Mondmissionen über schnell aufladbare Batterien bis hin zu KI-gestützten Antibiotika.

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: inhalierbarer Impfstoff,Antibiotika,künstliche Intelligenz