Nachdem die USA Strafzölle gegen chinesische Reifenhersteller erhoben haben, suchen die Unternehmen nach neuen Absatzmärkten.
China leide stark unter dem auf die weltweite Finanzkrise folgenden Handelsprotektionismus, sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums am vergangenen Samstag in Tianjin.
Die Vereinigten Staaten haben diese Woche bei der Welthandelsorganisation (WTO) den Antrag hinterlegt, ein Panel zur Beilegung des Streits über die Regeln der chinesischen Exporterschwernisse von Rohstoffen einzuberufen.
Wie das Handelsministerium gestern bestätigte, hat China offiziell Ermittlungen gegen Dumping und Subventionen bei Automobilimporten aus den USA eingeleitet.
Die US-Regierung hat die vorübergehende Erhebung eines Ausgleichzolls für Importe von vorgespanntem Stahlbetondraht aus China angekündigt, hieß es in einer Meldung des US-Handelsministeriums am vergangenen Dienstag.
Billige Importe aus den USA und die Angst vor der Vogelgrippe gefährden die lokalen Geflügelfarmen, daher möchte die chinesische Regierung etwas gegen diese Importe tun.
China verurteilt die Entscheidung von US-Präsident Barack Obama, Importzölle für Reifenimporte aus China einzuführen, aufs Schärfste. China werde den Fall möglicherweise vor die Welthandelsorganisation WTO bringen, teilte das Handelsministerium mit.
Während die Welt darum kämpft, sich von der Weltwirtschaftskrise zu erholen, darf China sich darauf gefasst machen, dass es eines der Hauptziele von Handelprotektionismus wird.